Gedächtnisprotokolle dienen dazu, bei evtl. sehr viel später folgenden Prozessen Tathergänge rekonstruieren zu können, Beschuldigte und ZeugInnen für den Fall von Strafprozessen zusammenzubringen und einen Überblick über das Ausmaß einer Aktion zu bekommen.

Hinweise zum Erstellen eines Gedächtnisprotokolls

- Ein Gedächtnisprotokoll darf weder dich noch andere belasten
- Es enthält ausschließlich Fakten !
- Keine Vermutungen, Emotionen, persönliche Lageeinschätzungen…
- Keine Beschreibung der Aktion, sondern nur des Übergriffs (durch die Polizei)
- Ausschließlich die Namen von den VerfasserInnen und von den Menschen, die tatsächlich verhaftet wurden, aufschreiben (Namen von PolizistInnen sind natürlich wünschenswert)

Und außerdem:

Schreibt ein ausführlicheres Protokoll am besten für euch selbst noch einmal auf und verwahrt es an einem sicheren Ort – dient später als gute „Gedächtnisstütze“.